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Durchhalten – (m)eine Zauberfunktion

Durchhalten – (m)eine Zauberfunktion 13. Dezember 2017Leave a comment

Manchmal muss man im Leben durchhalten – sei es im Privatleben, im Job oder aber auch nur an einer Warteschlange im Supermarkt. Ich war darin nie besonders gut, da ich von Haus aus nicht gerade mit Geduld gesegnet bin. Doch man kann es lernen und ich zeige euch, wie ich es mir beigebracht habe.

Etappenziele sezten & nua ned hudln

In der ersten Motivation neuer Pläne tendiert man (zumindest tue ich das) ja leider oftmals dazu, sich gigantische Ziele zu stecken. Nicht selten enden diese Vorhaben dann jedoch in einer zerplatzten Seifenblase, da diese einfach viel zu schnell erreicht werden sollen und man nicht alle Zwischenschritte bedenkt oder diese aber auch manchmal einfach nicht sieht oder sehen will. Und genau das musste ich mir erst beibringen, denn in der Vergangenheit ging ich übermotiviert an Ziele heran, welche ich binnen kürzester Zeit verwarf, da deren Erreichung nahezu unmöglich war – ziemlich schlau, was 😉 Bis ich irgendwann damit anfing, mir Etappenziele zu setzen. Das Ganze begann mit meinem Plan, auf Süßigkeiten zu verzichten. Getreu dem Motto „Ich esse Schokolade nur an Tagen, die mit G enden“, schaufelte ich alles Mögliche an Süßigkeiten in mich hinein – mit dem Resultat, dass mir danach kotzübel war. Und ich muss gestehen, dass ich bis heute nicht verstehe, wie manche Menschen ein Stückchen einer Schokolade abbrechen, dieses dann essen und die Tafel danach wieder in der Süßigkeitenlade verstauen. An dieser Stelle möchte ich all jenen Menschen meinen tiefsten Respekt aussprechen 😁

Vor ca.1,5 Jahren war es dann so weit: ich nahm mir im März vor, dass ich bis zu einem bestimmten Datum im Juli keine Schokolade – auch keine Kekse, Torten, Haribo-Köstlichkeiten und alles, was es da noch so gibt – mehr essen würde. Und das war eine meeega Challenge für mich, denn zum einen war für mich eine Speise nur dann komplett, wenn es als Nachspeise Massen an Schokolade gab (wir sprechen hier in Dimensionen einer à la Schoko & Keks-Schokotafel). Zum anderen herrschte bei uns im Büro der Brauch, dass Geburtstagskinder selbstgebackene (oder auch gekaufte) Torten mit in die Firma brachten. In einem Großraumbüro könnt ihr euch vielleicht vorstellen, was das bedeutet: Torten & Köstlichkeiten everyday, oder – wie es ein Hashtag auf Instagram recht gut beschreibt – #everydamnday! Und das musste ein Ende haben, denn ich war zu diesem Zeitpunkt an meinem persönlichen Höchstgewicht angelangt und fühlte mich einfach nicht mehr wohl in meiner Haut!
Also ging ich von da an nicht mehr alle 2 Stunden in die Küche, um mir Torten-Nachschub zu holen, sondern marschierte zu unserer Empfangsdame und holte mir einen knackigen, grünen Apfel. Ja, ist nicht dasselbe Feeling, aber auch besser als nichts!
Nach etwa zwei Wochen – ich behaupte ja, ich litt unter schweren Entzugserscheinungen – wurde es dann immer normaler für mich, auf all die Süßigkeiten in und außerhalb des Büros zu verzichten. Ich kaufte auch keinerlei Schokolade oder Kekse mehr ein – denn warum sollte ich mir selbst das Leben unnötig schwer machen? Auch bei diversen Feiern oder mal Essen gehen verzichtete ich auf Süßspeisen aller Art, griff stattdessen lieber mal zu Obst und ging somit immer mit einem Gefühl der positiven Verstärkung nachhause. Ich war stolz auf mich und auch mein Körper dankte es mir, denn ich nahm – ohne es darauf angelegt zu haben – ganz schön was ab.

Was für ein Resultat!

Nachdem ich zugegebenermaßen ein recht eitler Mensch bin, ist es mir eben auch wichtig, dass ich in dem, was ich mir so anziehe, einigermaßen was hermache – damit meine ich, dass nicht irgendwo etwas herausquillt, das mir dann einen Touch von wulstiges, blondes Mädchen verleiht. Als ich dann irgendwann merkte, dass ich es von meiner Ausgangs-Konfektionsgröße 38 auf eine 34 schaffte, konnte ich es kaum glauben! Plötzlich konnte ich mir all das kaufen, worauf ich Lust hatte – ohne dabei überlegen zu müssen, wie ich bestimmte Körperpartien am besten kaschiere. Dieses Gefühl war unglaublich schön und ich merkte auch, dass ich wahnsinnig stolz auf mich selbst war! Denn ENDLICH hatte ich einen Weg gefunden, meine mir gesetzten Ziele auch tatsächlich zu erreichen – und dabei auch noch Spaß zu haben! Was ich an dieser Stelle aber der Ehrlichkeit halber schon gerne anmerken möchte: dass ich so abgenommen habe, hat ziemlich sicher auch damit zu tun, dass ich in etwa zur selben Zeit aufgehört habe, Fleisch zu essen und zudem auch regelmäßig Freeletics machte. Also rein vom Verzicht auf Süßes alleine ist es leider nicht getan – schön wär’s, denn dann hätte ich euch heute wohl das Geheimrezept zum Abnehmen vorgestellt und wäre damit vermutlich wahnsinnig berühmt geworden 😉

Miss Bun_themup’s TIPP

Egal, was ihr erreichen möchtet – ich gebe euch den einen heißen Tipp: SETZT EUCH ETAPPENZIELE! Nicht gleich alles auf einmal wollen, denn damit tut ihr euch selbst keinen Gefallen! Man muss die kleinen Fortschritte ganz klar selbst erkennen können. Wenn dann auch noch von Menschen aus eurem Umfeld wahrgenommen wird, dass sich bei euch etwas tut, umso besser – denn das motiviert zusätzlich!
Wenn ihr das Ziel verfolgt, abzunehmen: stellt euch auf keinen Fall dauernd auf die Waage! Denn eine Zahl hat in diesem Fall deutlich weniger Aussagekraft als euer Empfinden! Wenn ihr beispielsweise das Gefühl habt, dass eines eurer Kleidungsstücke plötzlich weiter wird (vor allem bei Hosen merkt man das extrem), dann würde ich euch empfehlen, einfach mal in ein Geschäft zu gehen und dort Hosen eine Nummer kleiner anzuprobieren! Denn DAS zeigt euch dann ganz deutlich, was ihr erreicht habt.
Natürlich lässt sich mein Tipp auch für ganz viele andere Ziele heranziehen: beispielsweise habe ich mir Mitte September vorgenommen, bis Weihnachten keinen Alkohol mehr zu trinken. GESCHAFFT! Und es war eine tolle und spannende Zeit, in der ich mich einfach viel mehr mit mir als Person befassen konnte, nach einem Wochenende tatsächlich ausgeruht & erholt war und auch mein Verhalten im Allgemeinen hinterfragt habe – was mache ich gut, was weniger gut? Was sollte ich ändern, damit es mir besser geht und welche Faktoren kann ich als Person nun mal nicht beeinflussen?
Ein anderes Ziel, das ich gerade verfolge: innerhalb des nächsten halben Jahres möchte ich lernen, STOPP sagen zu können und einfach mehr in mich hineinhören, denn ich bin ein viel zu gutmütiger Mensch und genau das ist mir vor allem in den vergangenen Monaten auf den Kopf gefallen. Damit ist jetzt Schluss! Auch das schaffe ich – das spüre ich!

Das Wichtigste zum Schluss: setzt euch Ziele FÜR EUCH SELBST und nicht für irgendjemand anderen! Dieses Glücksgefühl bei Erreichen eines bestimmten Zieles ist unbezahlbar und der größte Motivator! Macht bewusste etwas für EUCH – denn genau das tun wir viel zu selten! Immer möchte man jemandem gefallen oder bei anderen gut ankommen. Doch es ist um sooo vieles schöner, wenn man sich selbst gut findet – anfänglich zwar etwas befremdlich, aber unfassbar toll und irgendwo auch ergreifend!

Egal, was ihr euch vornehmt: ihr schafft das – aus dem ganz einfachen Grund, weil auch ich es geschafft habe ✌ Und das heißt etwas, denn wie ich bereits eingangs erwähnt habe, bin ich nicht unbedingt mit Geduld gesegnet. Doch auch dahingehend konnte ich mittlerweile etwas dazulernen – weil ich mir eben für einen absehbaren Zeitraum Ziele gesetzt habe.

Wie handhabt ihr das Erreichen von Zielen? Ich bin wahnsinnig gespannt auf eure Herangehensweisen zu diesem nicht ganz einfachen Thema! Hinterlasst mir dazu doch einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag!

☆bun_themup☆

 

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